Unser heutiges Ziel war das Josephskreuz, das größte eiserne Doppelkreuz der Welt. Da es Jens und mich außerhalb der vereinbarten Herbsttouren auf die Straße zog, suchte Jens wie immer eine interessante Tour raus. Der Himmel am Sonntagmorgen war wolkenlos. Nichts desto Trotz herrschte mit gerade mal 8 °C eine fast eisige Kälte. Die Strecke führte uns über Halle, Mansfeld, vorbei an Harzgerode, bis wir nach etwa 2 Stunden den Auersberg erreicht hatten. Die Strecke erfreute uns mit einigen netten Kurven und war recht zügig ausgelegt. Ich konnte deutlich spüren, wie die Kälte langsam aber unausweichlich den Weg unter die Biker-Klamotten fand.
Am Ziel angekommen hatten wir unsere Fortbwegungsmittel auf dem dafür vorgesehenen Parkplatz abgestellt und stiefelten über die Straße zum beginnenden Waldweg, der uns zum eigentlichen Höhepunkt führen sollte. Allerdings war die Gehzeit mit 25 Minuten angegeben. Unser Blick fiel zum Glück ein Stück weiter nach rechts, wo zu unserer Freude ein Schild prangte: Bikers welcome! So stand es dort geschrieben. Also machten wir auf den Absätzen kehrt, schmissen die Motoren an und fuhren den Weg, der sich durch die Natur schlängelte, andächtig nach oben.
Ein leichtes Hungergefühl breitete sich aus. Wir betraten die Wirtschaft am Berg und speisten in der wohligen Wärme, was die Karte Deftiges zu bieten hatte. Gestärkt stellten wir uns der Herausforderung: Exakt 200 Stufen galt es zu erklimmen. Das Ticket für 4,00 € (bzw. 2,50 € ermäßigt) verkaufte uns eine freundliche Dame freudestrahlend. Wir waren die ersten Turmbesteiger des Tages. Oben über den Gipfeln der Bäume genossen wir den herrlichen Rundumblick ins weite Land.
Danach traten wir den Rückweg an, wobei Jens diesmal die Autobahn wählte, um zügig zurück in die heimatlichen Gefilde und somit in die warme Stube zu kommen.