August 2026: Rappbodetalsperre, Harz

"Harzdrenalin" < prev | next >

Wie der Titel vermuten lässt… das Rappbodetal ist nicht nur landschaftlich wunderschön, sondern auch ein Ziel für Menschen, die den Kick suchen. Und Menschen (wie wir), die ihnen dabei zugucken. Denn - oh Wunder - ganz anders als daheim am Monitor, verließ mich (den Schreiber) beim Anblick der Attraktionen der Mut.

Megazipline, Gigaswing, Ultrashot

Alle in den Fels gehauen und letztere (Ultrashot) völlig krank. Eine junge Frau in einem „Exoskelett“, an (optisch) fingerdünnen Gummiseilen hängend, wird 38 Meter in die Luft geschossen. Mehrmals! Allein dieser biblische Vorgang brachte mir Gewissheit, so etwas NIEMALS zu tun. Vom „Gigaswing“ (Bungee Jump ins Rappbodetal) ganz zu schweigen.

Ich liebe es, durch Kurven oder mit >200 km/h über die Autobahn zu fegen. Doch sobald nichts mehr unter mir ist (Auto, Motorrad, Gondel...), werden die Knie weich. Da reicht der Blick durch den Gitterrost auf dem Aussichtsturm. Den wir erklommen. Vermittels Fahstuhl.

Einzig die „Megazipline“ wäre eine Option. Aus zwei Gründen: A) Man fliegt, an einem Stahlseil hängend, 1 Kilometer mit ca. 100 km/h übers Rappbodetal. Das klingt vertrauenserweckend. B) Jens aka „Mr. Tourenplan“ ist sie schon gefahren (angeblich!). Also bin ich in der Pflicht. Leider (oder zum Glück) war sie auf Monate ausgebucht.

Wunderschönes Rappbodetal

Im April 2026 besuchten wir den Hexentanzplatz Thale und waren etwas enttäuscht. Viele Menschen, viele Kinder, viel Kommerz, teuer, DDR Charme. Heute wissen wir: Wer den Harz liebt, muss ins Rappbodetal. Sattgrüner Wald, feinste Kurven, fantastische Anlage. Dazu ein riesiger, für Motorräder kostenloser(!) Parkplatz. Bikerherz, was willst Du mehr?

Jens (wer sonst?) präsentierte, wie auf den Fotos zu sehen, eine nahe Herberge, die einladender nicht sein könnte. Die Destination scheint für eine Mehrtagestour perfekt zu sein. Mit Grillplatz und schwedisch anmutenden Schlafhäuschen. Wer kann da wohl widerstehen?

Udo
30.08.2026