Es kann schwierig sein, sich für das „richtige“ Motorrad zu entscheiden. Die Auswahl an Typen, Modellen und Marken ist enorm, Merkmale überschneiden sich. Die Anschaffung eines Motorrades ist u.U. eine große Investition und will überlegt sein. Oberste Regel: Probefahren! Nachfolgend haben wir gängige Motorrad Kategorien zusammengestellt.
Reduzierter, offener Look, keine (oder minimalistische) Verkleidung. Auf diesen Bikes haben wir Motorrad fahren gelernt. Breites Motoren- und Leistungsspektrum, von 15-PS-Einzylinder (Honda CB125R) bis 210-PS-Bolide (BMW M1000R). Aufgrund universeller Eigenschaften, regelmäßig der meistverkaufte Typ Motorrad in Deutschland. Wikipedia: Naked Bike
Verbindet Touring (Komfort, Windschutz, Koffersysteme, Stauraum) und Off Road (Federwege, Bodenfreiheit, Bereifung), auch als "Reise-Enduro" bekannt. Robust & universell, auf guten & schlechten Straßen sowie im Gelände. Kategorie mit hoher Popularität: Die GS-Baureihe von BMW ist seit Jahren Nr.1 der Zulassungsstatistik.
Adventure Bike ähnliche, hohe Bauform (aufrechte Sitzhaltung, Frontverkleidung, Windschild), aber klar straßenorientiert und -bereift (nicht bzw. wenig geländetauglich). Oft als Variante einer bestehenden Motoren- / Baureihe. Cross Over Bikes sind zugänglich, agil, kurvenfreundlich und reisetauglich.
Komfortable Motorräder, die speziell für lange Strecken entwickelt wurden. Sie bieten neben umfangreicher Ausstattung, meist zahlreiche technische Features, ein hohes Maß an Komfort, sehr guten Windschutz, viel Stauraum und eine entspannte Sitzposition. Ideales Bike für die große Tour. Wikipedia: Tourer
Kombinieren sportliche Performance mit Tourer Qualitäten. Bikes mit agilen, meist leistungsstarken Motoren, aber (im Vergleich zum Sportbike) mehr Komfort & besserem Windschutz. Wem Supersportler zu hart und Tourer zu langweilig sind, findet im Sporttourer sein ideales Motorrad. Wikipedia: Sporttourer
Sportlich aerodynamische Bikes, mit meist hoher Leistung und Drehfreude. Durch optimiertes Gewicht und vorderradorientierte Geometrie perfekt für die Rennstrecke und schnelle, kurvige Landstraßen. Als Reise-Motorrad suboptimal (außer man will es so), als Dopaminquelle von Experten empfohlen. Wikipedia: Supersportler
Entspannte, souveräne Motorräder mit tiefem Schwerpunkt, langem Radstand und meist großen V2-Motoren. Robuster, puristischer Look, inspiriert von alten Motorrädern. Oft mit aufwändigen Umbauten und vielen individuellen Details. Stilbildend, und prominenteste Marke dieser Kategrie, ist Harley Davidson. Wikipedia: Chopper Cruiser Bobber
Vielseitige Motorräder in robuster, reduzierter Bauweise, die vorzugsweise Off Road und im Geländesport zum Einsatz kommen. Sie verfügen über Stollenreifen, lange Federwege und hohe Bodenfreiheit. Maschine für alle Straßen & Wege und unwegsames Gelände. Wikipedia: Enduro
Enduro mit Straßenbereifung und oft sportlichen Komponenten. Leicht und extrem wendig. Herrlich für Wheelies, Stunts und im "Winkelwerk". Wikipedia: Supermoto
Motorräder, die an klassische Designs aus vergangenen Zeiten angelehnt sind, mit nostalgischem Look, aber moderner Technik. Wikipedia: Roadster
Mischung aus Straßen- und Geländemotorrad. Scrambler haben oft einen klassischen, retro-angehauchten Look, eine etwas höhere Federung und breite Reifen. Wikipedia: Scrambler
Unverkleidete, aggressive Bikes mit aufrechter Sitzposition, breitem Lenker und viel Leistung. Ursprünglich aus Supersportlern umgebaute, wütende Naked Bikes. Wikipedia: Streetfighter