Ein herbstmilder Sonnensamstag verleitete uns zu einer Spontanausfahrt – Ziel: Burg Mildenstein, eine Strecke von ca. 50km über Naunhof und Grimma, retour über Großbothen. Wir verabredeten uns zu dritt erst zu später Vormittagszeit, da das herbstliche Wetter zwar gütig, der morgendliche Nebel allerdings etwas zäh war. Eine behagliche Strecke, erstaunlich wenig Verkehr.
Unterhalb der Burg befindet sich ein kostenfreier Parkplatz, rustikale Stufen führen direkt zum Burgeingang hinauf. Die acht Euro Eintritt (ermäßigt sieben) sind gut investiert. Denn die Burg erwies sich als wahres Schmuckstück mit sehr verwinkelten Räumlichkeiten. Immer wenn wir dachten, alles gesehen zu haben, bot sich eine weitere Etage, ein weiterer Abzweig, eine weitere Nische auf. Den Turm sollten alle Besucher erklimmen. Die Sicht ist weit und die Konstruktion spannend. Für Kinder (und Erwachsene) ließen sich die Burgverantwortlichen Spannendes einfallen, interaktiv kann Jede_r eintauchen in Geschichte und Geschichten. Einplanen sollte man dafür mindestens zwei Stunden.
Dass es auf der Burg keine Gastronomie gibt, ist zu verkraften, denn unweit kehrten wir ein in die Taverne. Die Speisenauswahl ist üppig für so ein kleines Restaurant, zu sitzen auf der Terrasse mit Blick ins Tal der Freiberger Mulde ein Träumchen. Zufriedene Heimkehr.